Mein erstes Mal CrossFit


Kostenloses Probetraining

Sucht man nach einer theoretischen Erklärung von CrossFit, dann kann man es überall googeln. Aber hier sind ein paar Zeilen eines Free-Trails aus vergangenen Tagen, die den Nagel auf den Kopf treffen.

CrossFit – einfach für mich

Mein Name ist Anna, ich bin 35 Jahre alt und habe meiner Meinung nach etwas zu viel auf den Hüften. Das mit dem Sport war die letzten Jahre nicht wirklich von Erfolg gekrönt. Nach langem Hin und Her, habe ich mich endlich durchringen können wieder mit dem Sport anzufangen. Ich habe mich für ein Probetraining bei CrossFit angemeldet. Lange habe ich mich nicht getraut diesen Schritt zu wagen, aber ich wollte unbedingt etwas tun: für meinen Körper, für mein Wohlbefinden – einfach für MICH.

Da stand ich gestern vor der Box (so heißen die CrossFit Studios) und habe mir gedacht „Was machst du hier eigentlich? Du musst verrückt sein!“. Diese Zweifel waren aber ebenso schnell verflogen, wie sie mir in den Kopf geschossen sind. Ich hatte noch keinen Fuß in der Box, da kamen schon die ersten Mitglieder auf mich zu und haben mich sehr freundlich empfangen. Der Trainer und alle anderen haben mir gleich die Hand gereicht und sich bei mir vorgestellt. Wir waren insgesamt zehn Leute in dieser Trainingseinheit – die Stunde war ausgebucht.

CrossFit wurde mir erklärt

Zum Einstieg erklärte mir der Trainer kurz die wesentlichen Bestandteile und Inhalte von CrossFit. CrossFit ist ein funktionelles Training mit Gewichten, aber ohne Maschinen. Alle Übungen müssen frei (also ohne technische/mechanische Unterstützung) ausgeführt werden. Dabei kommt es insbesondere auf eine gute Kontrolle des eigenen Körpers an. Es sind unterschiedlichste Elemente aus verschiedensten Sportarten vertreten: dem Turnen, dem Gewichtheben und dem allgemeinen Athletik- und Konditionstraining – Seilspringen, Rudern, Laufen und diese „…Burpees.“.

Dann hat mir der Trainer noch erklärt, dass das Training und jede Übung auf den jeweiligen individuellen Leistungsstand angepasst wird – das sogenannte Scaling. Das hat mir sehr gut gefallen, da ich so als Neueinsteiger trotzdem mit all den anderen zusammen trainieren konnte. 

Dann ging es los. Zuerst haben wir uns gemeinsam erwärmt. Es war ein Mix aus Seilspringen, Rudern und Medizinball-Übungen. Anschließend haben wir noch einige Mobilitätsübungen gemacht, um unseren Körper für die folgenden Bewegungen spezifisch zu erwärmen und unsere Beweglichkeit zu verbessern.

Ich war für den Technikteil aufgewärmt

Nach dem Warm-Up kam ein Technikteil – die sogenannte Frontkniebeuge. Ich habe diese Übung vorher noch nie gemacht, aber da waren erfahrene Leute dabei, die haben da ganz schöne Gewichte bewegt. „Respekt!“ . Zwei andere Neueinsteiger und ich fingen erstmal mit der normalen Kniebeuge und ohne Gewichte an. Ich wusste gar nicht, dass man dabei so viel beachten muss. Als das dann geklappt hat, gab uns der Trainer einen kleinen Kettlebell.  Nun sollten wir unsere erste Frontkniebeuge mit Gewicht machen. „Echt Cool!“. Es klappte immer besser und der Trainer achtete stets darauf, dass ich eine gute Körperhaltung und -spannung hielt. Der Rücken sollte immer gerade und meine Knie niemals nach innen gerichtet sein.

Jetzt ging es ans Workout

Nach dem Technikteil ging es dann an das Workout. Das war eine Zusammenstellung von mehreren Übungen. Die Frontkniebeuge war auch wieder dabei – und Klimmzüge (!). Da konnte ich keinen einzigen. Deshalb hat der Trainer mir zwei Möglichkeiten des Scalings angeboten. Entweder eine Zugübung an den Turnringen oder Klimmzüge mit Unterstützung durch ein Gummiband. Ich habe mich für das Band entschieden und es hat wirklich gut geklappt. Als dritte Übung waren noch diese „…Burpees.“ dabei. Die sind echt anstrengend und bringen einen mächtig aus der Puste.

Das Schöne war, dass Alle die Übungen gleichzeitig machen konnten. Dadurch ist jeder mit seinen Übungen beschäftigt und ich bin mir überhaupt nicht beobachtet vorgekommen.  Wir sollten 10 Minuten lang, so viele Wiederholungen wie möglich absolvieren. Natürlich habe ich da viele Pausen gebraucht, aber das war kein Problem. Ich sollte nur so weit gehen, wie es mir gut ging.

Nach dem 10-minütigen Workout waren alle K.O. Die Fortgeschrittenen genauso wie wir Einsteiger. Alle haben untereinander abgeklatscht und sofort stellte sich ein supergutes Gefühl ein – GESCHAFFT!

So hatte ich das noch nie gesehen

Der Trainer kam am Ende zu mir und meinte: „Hey, Du hast das heute richtig gut gemacht. Du hast eine sehr gute Beinkraft – das ist super! Außerdem hast du eine gute Beweglichkeit, das wird dir den Einstieg bestimmt erleichtern“.

Wow, ich habe starke Beine! Ich dachte immer, ich hätte dicke Beine – aber dass die stark sind…!?!